Donnerstag, 7. April 2011

MÖH: Einzahl: das Lamm; Mehrzahl: Dilemma


Eddie hatte uns gewarnt: Lämmer bringen Unruhe!

Die letzten Monate waren ja -von einigen Anlaufschwierigkeiten abgesehen-noch einigermaßen ruhig, aber der Zugang von Shaun und Smilla bringt doch etwas Turbulenz ins ansonsten ruhige Schäferleben.

Die Geburt der beiden bescherte uns vorgestern doch schon die erste Nachtschicht:
Christiane hatte bis 04:00 Uhr durchgemacht. Das männliche Schäfer-Weichei hatte angesichts der noch Postbank-Hauptbeschäftigung um halb eins die Segel gestrichen:
"Die Bilder mussten ja auch noch zeitnah ins Netz!"

Die Kommentare zu den Bildern schwankten zwischen "Oh, sind die süß" und dem anderen Extrem "Hmh, die in einer leichten Knoblauchsosse".

Keine Sorge, das Böckchen hate einen Namen, gehört somit zur Familie und jüngere Familienmitglieder werden bekanntlich nur in absoluten Notfällen gegessen.

Den ersten Stress hatten wir trotzdem vorgestern Abend, als sich Dicke beinahe auf Ihren "Erstgeborenen" gesetzt hatte. Nur durch den beherzten Einsatz von Christiane wurde Shaun nicht zum Opferlamm!

Aber das Drama geht weiter:
Shaun ist -absolut Brück untypisch- zu blöd zum Trinken.
Und fällt dann auch noch den Attacken von Smilla um die Zitzen zum Opfer...

Das Tiechen lag nur apathisch neben seiner Mutter. Also in tiefster Gangart in den Schafstall, Dicke fixiert und gemolken, damit der Kleine mit der Flasche aufgezogen werden kann (Kommentar des technischen Geschäftsführers der MÖH:"Die Muttermilch ist gut für ihn und sein Abwehrsystem!" Da muss sich die kaufmännische Linie fügen!!!).

Trotz Fütterung mit Flasche lautete daher der Beschluß: Ab zum Tierarzt!

Um 21:00 Uhr hatte wir daher eine Spätfahrt nach Antweiler. Bei Dr. Larscheid hatte Shaun dann Christiane erst einmal ordentlich auf den Arm gesch...!

Ihr Enthusiasmus "Hmm, riech mal, das schnuppert nach Muttermilch" wurde von mir nur begrenzt geteilt, da die Lammkacke die Farbe von Curry, einen undefinierten Geruch ,die Konsistenz von grisseligem Silikon hatte und zudem wie Baumharz klebte.

Da Christiane das Tier auf dem Arm hatte, konnte ich mch der Verantwortung nicht entziehen: Zuerst musste das Tier gereinigt werden, dann der Arm und dann die Hände von Christiane. Bah, wenn ich nicht Fastenzeit gehabt hätte, wäre die klassische Brücker Desinfektion mit Wodka (innen und aussen) der nächste Schritt gewesen.

Der Rest war dann eine klassische ärztliche Nutztierbehandlung. Neben einer Rechnung, die einen als Privatpatient nicht sonderlich erschreckte, bekamen wir noch diverse Unterlagen, die ich X-Jahren aufbewahren muss.

P.S: Kann ich eigentlich, wenn ich die Schafe adoptiere, solche Arztrechnungen über die Postbeamtenkrankenkasse abrechnen?

P.P.S: Thema: Moeh Fuhrparkmanagement
War gestern schon mal Jeeps gucken. Wir sollten aber alle auf jeden Fall die Fachmesse in Hönningen am 7. und 8. Mai 2011 besuchen.

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