Montag, 8. Februar 2010

Karneval 2010 oder "Es hätte alles so einfach sein können!"

Ich denke, bei allen Karnevalstrüppchen ist es das gleiche:
Man fängt voll motiviert am 11.11 an, arbeitet ein wenig lustlos im November und Anfang Dezember, dann ist Weihnachten und silvester und dann gibt es ein paar kalte Tage und schon wieder ist die Hauptaktivität des Wagenbaus kurz vor dem Rosensonntagszug!!

Bei uns sah alles so gut und entspannt aus: Bereits kurz nach "heilige drei Könige" stand 95% unseres Handkarrens, die Deko, die Kostüme waren beschafft etc.

Da konnte doch was nicht stimmen: Normalerweise werfen wir um die Zeit das Kostüm komplett um oder sonstiges und auch diesmal:

In der letzten Woche bekam unser Peter in zähen Verhandlungen die Option auf einen Wagen mit Traktor !!!! Der demokratische Gruppenentscheid lautete: das Ding wird gemietet!

Zugegeben, ein Problem haben wir: Die Höhe von derzeit 5,10 sprengt alle Dimensionen. Hier sind wir von einem Extrem (Handwagen) ins andere gefallen

Gut dass wir noch mal eine Kontrollfahrt gemacht haben. Die Linde am Bär hätten wir mit leichetem organischen Kollateralschaden überstanden, aber spätestens auf dem eigentlichen Zugweg hätte es ggf. doch ein wenig Ärger gegeben. wenn wir die Stromversorgung von Frank Mies seinem Gartenhäuschen gekappt hätten und das Fußgängerüberwegsschild ramponiert worden wäre. Hier haben wir genau die Höhe von 5.10 m.

Aber, wir arbeiten dran!!!!!

Und ein Aspekt ist auch nicht zu vernachlässigen:
Wir sind die einzigste Gruppe im Zug, die einen einsatzbereiten Ersatzwagen hat.

Mysterium Herrensitzung oder "Mir hatten Schniiiee!"

Wie bereits in der Vergangenheit war auch dieses mal die Herrensitzung in Hönningen wieder lustig (siehe Bericht der Vorjahre).

Man lernt jedesmal neue Facetten kennen.

Wie sagte Thomas L., der bei uns am Tisch sass, auf eine Moserei des Kellners:
"Was willst du überhaupt ? Du hast jetzt in 10 Minuten mehr Umsatz gemacht, als ich in einem ganzen Abend am Tisch bei der Mädchensitzung". Hier werden zum Start 4 Kisten Bier gekauft und das wars es dann erst mal mit der Lauferei: Keine Extrawünsche, keine tausendfache Änderungen, alles optimiert!!!!

Das Zelt war wieder gerammelt voll, aber es fehlten 2 Tische(oder eher die Besatzung der Tische!)!

Die ersten beiden Tische vorne links sind anscheinend immer für eine Busladung Ramersbacher reserviert. Normalerweise sind die Jungs sehr pünktlich da (Wie alle, spätestens 45 Minuten vor Beginn der veranstaltung), aber diesmal fehlten Sie und platzten natürlich in grosser Runde in den ersten Vortrag.


Routiniert wurden Sie natürlich niedergemacht, aber der Redner fragte noch, warum sie so spät kämen. Plötzlich blöckte einer ganz laut aus der Gruppe:
"Mir hatten Schniiiiieee!!!!"

Von der Betonung her war keinerlei Entschuldigung in der Aussage, sondern eher der Vorwurf, wie man denn einfach anfangen könne, ohne auf sie zu warten.
Gut, die hatten auch eine ganz schöne Odyssee hinter sich; Ramersbach, Schneebruch, zurück über Ahrweiler, das Ahrtal hoch bis Hönningen...

Sonntag, 24. Januar 2010

Karneval -Früher war auch nicht alles besser!

Obwohl ich doch eher eine kritische Einstellung zu Karneval von meinem Vater übernommen habe, kann ich das "Schäfer-Gen" nicht verleugnen.

Ein Kabarettist sagte mal: "Die Leute sagen immer, dass früher alles besser war!
Aber welches "früher" meinen die Leute: Das "früher", als man nichts zu essen hatte, oder das früher, als man nicht das Maul aufmachen konnte, ohne weggesperrt zu werden-.".

Dem kann ich mich nur anschließen als letztesmal im Freundeskreis das Wort vom "Karnevalsstress" hochkam.

Die Sache heute ist doch entspannt, wenn man mal auf seine Jugend zurückschaut.

Mein Elternhaus war im Zeitraum von 4 Wochen vor Karneval bis eine Woche danach in einem Ausnahmezustand.

Damals nähten die Leute ihre Karnevalskostüme noch selber.

Meine Mutter -also "Schäfers-Gertrud"- hatte die Kostüme ihrer Gruppe meistens schon im November fertig und es hätte so entspannt zur Sache gehen können.

Leider klappte es mit dem Nähen bei den anderen Gruppen meist nicht immer so gut und es hatte sich rumgesprochen, dass man bei Problemen in der Linderstrasse 17 geholfen bekam!

Also pilgerten nervlich aufgelöste Karnevalsgrüppchen mit ihren rudimentären Kostümen und Nähversuchen zu meiner Mutter, um sich Rat zu holen.

Meistens erkannte meine Mutter, daß hier eine kurze Beratung alleine nicht weiter hilft und packte selber an.

Nähtechnisch total unbegabte Karnevalgruppen wurden aus dem Nähkeller herauskomplemenetiert und bei "Mutzen" und "Likör" beim Opa in der Küche zwischengeparkt.

Opa machte dann die Animation und beruhigte die Nerven, während unten die Nähmaschine mit Vollgas lief.

Und oft hatte mich meine Mutter noch vor der Schule gebeten, die Nähmaschine zu reinigen und zu ölen, weil wieder eine Nachtschicht eingelegt worden war und auch der Vormittag genutzt werden musste.

Häufig wurde man morgens zur Schule verabschiedet: Bring Nähmaschinenöl mit!

Dass hieß: Nach der letzten Schulstunde im Eilmarsch nach Ahrweiler rein (Und ich hatte es da schwer, da ich figurtechnisch so wie Jannis war. Wir beide haben beim Film "Herrn der Ringe, Teil 2" vollstes Verständnis für die Probleme des Zwerges Gimli beim Lauf durchs Rohanland. )

In der Stadt wurde das Öl erworben und dann im Tiefflug zum "Ahrweiler Markt", um noch den Zug zu bekommen!

Kaum war man zu Hause, war die erste Bitte: "Könntest Du mal nach der Nähmaschine gucken".

Dann hieß es, eine glühendheisse Maschine einer Wartung zu unterziehen. Von der Arbeit also dem vergleichbar, was heute Mechaniker bei der "Paris-Dakar" an rotglühenenden Motorteilen vollbringen. Und in der Ohsedränk gab es zwar genügende Asbest, aber keine Handschuhe aus dem Stoff!

Naja, die brandblasen sind längst verheilt, aber einer der Lieblingssprüche meiner Mutter in dem Zusammenhang "Karneval" vergesse ich nie: "Besser wirft man nichts weg, man kann es immer noch für Karneval brauchen!".

P.S: Und das ging so weit, dass über das ganze Jahr Stoffe im Sonderangebot gekauft wurden, da man sie vielleicht einmal für Karneval nutzen könnte. Ich glaube, jetzt lagern die Stoffe noch ballenweise im Keller auf der Ohsedränk!

P.P.S: Die alte Privileg-Nähmaschine steht ungenutzt bei uns im Keller und komischerweise habe in der Zeit vor Karneval den zwanghaften Trieb, das Teil zu ölen...Merkwürdig!

Aber andererseits: Wir Christen glauben ja an die Auferstehung der Toten und wer sagt uns, das das nicht vor Karneval ist. Und wenn dann die Nähmaschine nicht geht, könnte das ganz schön Kasalla von den Ahnen geben!

Samstag, 16. Januar 2010

Luzia Markt Rech 2010 - Prelude

Zugegeben, langsam wird immer häufiger an uns gezweifelt:

Momentan sind wir in einer entscheidungsstarken Phase und haben ganz klar verkündet:

Luzia Markt Rech, diesmal am Samstag
(4.12.2010, Abfahrt: 16:00 Uhr -Zug)


Begründung für diese doch etwas langfristigere Planung:

Zu kurzfristigen Entscheidungen sind wir nicht mehr in der Lage!!!!

Ich hatte letztes Jahr mit einer Woche Vorlauf folgende Abfrage gestartet und keine Zusage erhalten:

***Beginn der Mail****


Betreff: Die katholische Volkshochschule Ahrbrück bietet an: Rituale im
Ahrtal

Liebe interessierte Leserin, lieber wissbegierige Leser!

Um die ständig wachsenden Herausforderungen im Beruf und Alltag -vor allem in Zeiten Schwarz-gelber Regierungen- zu bewerkstelligen, bietet die katholische
Volkshochschule Ahrbrück lebensbegleitendes Lernen für alle Bevölkerungsgruppen
-unabhängig von Alter, Herkunft und Geschlecht.

Kurzfristig
haben wir uns daher entschieden, folgende Veranstaltung in unser Programm
aufzunehmen:

Exkursion: Weinwochen in Altenahr

Wir reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln an und erkunden das Biotop.
Nach keiner kurzen theoretischen Einweisung hat der Kursteilnehmer direkt die
Möglichkeit, Feldforschung zu betreiben.
Für den ungeübten Beobachter wird am Anfang einiges sehr befremdlich wirken, doch diese mentale Konfrontation ist gewollt und gehört zum Kursinhalt:
Der Kulturschock für den zivilisierten Mitteleuropäer (archaische, monotone Musik, das Sprachengewirr und die Menschenmengen) wird schnell überwunden sein!

Nutzen Sie die Möglichkeit, Einblick in das Trinkverhalten geschlechterspezifisch
getrennter Kleingruppen (Fachbegriff: Kegelverein oder Karnevalsgruppe) zu
gewinnen.
Im Laufe des späteren Nachmittags / frühen Abends können wir dann
die Auswirkungen des aus umsatzrelevanter Sicht doch positiv zu
bewertenden Alhokolverbrauchs analysieren.

Wir haben zu spätere Stunde die Möglichkeit, das ungewöhnliche
Balz- und Paarungsverhalten der mittlerweile durchmischten Gruppen zu
bewundern. Hierbei findet aus soziologischer Sicht
ein vielmals völliges Freimachen von Alters-, Geschlechts-, Herkunfts- und sonstiger Schranken statt (Terminologie des Fachmanns: Urzustand oder
"Resteficken").

Am nächsten Mittag / früheren Nachmittag wird in Einzelgesprächen oder Kleinstgruppen eine tiefenpsychologische Deutung der neu gewonnenen Eindrücke durchgeführt (Hinweis: telefonisch; gedämpfte Stimme)

Beginn: Samstag 10.10.2009 ca. 14.00
Uhr
Dauer: zwischen 8 x 1 Zeitstunde
und 15 x 1 Zeitstunden

Ort: Feuchtbiotop Altenahr

Gebühren: Ist vor Ort abhängig von der
Trinkgeschwindigkeit der Gruppe zu entrichten

Leitung: Guido Galle
(nur theoretische Einweisung und Durchführung der relevanten Abstimmungen
Frage 1: (Rot / weiss/ rose)
Frage 2: Halbtrocken oder trocken

Besonderheiten: kompletter Haftungsausschluß

Über eine Rückmeldung bis zum 05.10.2009 freue ich mich.

P.S: Für in der Vergangenheit von den Weinfesten betroffene und
traumatisierte Mitbürger (Fachwort: Charly) wird ein Aufbauprogramm
geboten .
Ähnlich der Urschreitheorie hat der zu Therapierende die
Möglichkeit, diese postraumatischen Belastungsreaktion im Rahmen des active
reprocessing abzubauen.
Unter Aufsicht besteht die Möglichkeit, die Verhaltensweisen der Täter nachzuvollziehen und sich aus der Opferrolle zu lösen ( Spezifikation hierzu: Randalieren, Anpöbeln von Bewohnern, Ruhestörung, Urinieren in Hauseingänge, etc). Diese Veranstaltung wird leider noch nicht vom
"Weissen Ring" unterstützt.

P.P.S: Die erworbenen Kenntnisse können natürlich sehr gut auf die Folgeveranstaltung "Luziamarkt in Rech (4.-6.Dezember.2009) angewendet werden.

Urlaub -Die Buchung

Losgelöst von den ganzen Weihnachts-, Silvester - und Karnevalsaktivitäten, hatten wir doch beinahe das wichtige Thema "Urlaub" verdrängt. Da man als Familie mit schulpflichtigen Kindern nur dann fahren kann, wenn alle fahren (und wenn es natürlich auch am teuersten ist), muss auch hier ziemlich frühzeitig geplant werden.

Normalerweise finden die ersten Abstimmrunden in großer Runde mit einem noch druckfrischen Katalog statt.

Das hatten wir diesmal aber versäumt. Das Ziel von Elke, Peter und Heinz sagte uns nicht so richtig zu (Mallorca-Ostküste) , aber auch die andere Reisegruppe hatte noch ein kleines Abstimmproblem:
Das kleinste (Jannis) und das größte Kind (David) wollten zwar nach Dänemark (als Ziel ok!), aber genau in das Haus, in dem wir schon mal waren (Hasmark Strand, Mit Doppelklick geht es in den Blogeintrag). Da wir aber die Insel Fünen schon abgegrast hatten, wollten wir Erwachsenen partout nicht dahin.

Da war der verwegene Plan der Kinder:" Wir fahren alleine dahin! Denn dann hat David schon den Führerschein! "

Nur eins der Kids sah dann ein riesiges Problem: Jannis hatte Lebensängste, weniger, dass er den fahrerischen und navigatorischen Künsten von David und der Restcrew misstraute, sondern er sah nur ein KO-Kriterium: "Und wer kocht uns dann!!!".

Auch die dann folgenen Becircungsversuche von David bei seiner Patentante waren erfolglos.

Hier kamen wir erst mal nicht weiter!!!!

Ein paar Tage später errreichte uns ein Anruf:

David hatte tagelang im Internet gesucht und nicht nur das gleiche Haus, sondern auch die gleiche Grundausstattung (Sauna, Tischtennis, Billiard, WLAN-Anschluss, PS2 und so weiter ) gefunden.

Ein Zwilling von dem Haus in Hasmark fand sich auf der Insel Falster:
http://www.dansommer.de/house.nsf/0/280dan?opendocument&H=G0272&SHP=0&SD=17-07-2010&ED=31-07-2010&PE=10

Obwohl den Kinder klar war, dass wir diesmal nicht nach Legoland konnten (Doppelklick: Seeschlacht von Legoland) , wurde einstimmig beschlossen, das unverzüglich gebucht wird!

Dänemark wir kommen!

P.S: Die Urlaubsplanung wurde gemäß der "Dienstwagenrichtlinie der Siemens und ihrer Töchter" optimiert. Wir Eifler sind manchmal ganz schön nickelig und erfindungsreich ;-).

Karneval -Vorspiel 1

Manchmal ist es einfacher, einen Sack Flöhe zu hüten, als alle Interessen unter einen Hut zu bekommen.



Da muss man, politisch unkorrekt schon etwas Klartext reden:



**** Mail nach 2 l Baldrian***
.....
Da die Mädels schon so freundlich waren, die ersten Gespräche zu führen, erlaube ich mir hiermit, die im Brainstrorming erzielten Ansätze strukturiert in eine Entscheidungsvorlage umzusetzen.

Abstimmung über das Motiv.

Die Argumenation: Das hatten wir schon mal, akzeptiere ich nicht. Wir haben ca. 25 Gruppen im Dorf und laufen seit mindestens 30 Jahren.
Nach Adam Riese sind das ca. 750 Möglichkeiten, die schon ausgeschöpft worden sind.
Das heisst: es gibt nicht viel, was es nicht schon gegeben hat.

Ok. Wir können noch als Schüpp Sand, Sack Mehl oder Rolladenkasten gehen. Aber auch hier bin ich mir nicht sicher, ob es das schon gegeben hat.
Die Anpruchslosigkeit der Gruppe meiner Mutter war legendär. Ich erinnere nur an die "Deutschländerwürstchen" oder wie drückte es meine Mutter sehr unverblümt aus:
"Es gibt Kostüme, die man sich erst schön saufen muss!"

Sollte also jemand auf die Idee kommen, zu sagen, dass hatte die Gruppe vorletztes Jahr, gibt es folgende Argumenattionsketten
1) Das habt ihr damals so bescheiden dargestrellt, dass geht besser
2) Ach, das sollte euer merkwürdiges Kostüm sein
ud last but not least
3) Das hatten meine Grossmutter 1947 bereits.


Stimmberechtigt ist jedes Erwachsene (d.h. der mindestrens 3 x 7 Jahre alt ist!). Kinder sind nicht stimmberechtigt. Losgelöst von dem Frauenüberschuss in unserer Gruppen sind diese trotzdem stimmberechtigt!

Jeder kann für das stimmen, das Ihm gefällt. maximum pro Feld : 1 Stimme

Beispiel: ich finde Römer und Gallier spitze und gebe daher jedem eine 1,0

Am Ende der Abstimmung wird einfach das Kostüm mit den meisten Punkten genommen.
Bei gleicher Punktzahl entscheidet das Los, oder es wird der Joker "Deutschländerwürstchen" gezogen!

Ich bitte jeden, bis zum 4.12.2009 22:22 Uhr Rückmeldung zu geben!
Am 5.12.2009 wollten wir ja aufbrechen, um nach Kostümen zu schauen!!


Bedarfsermittlung.

Bitte ermittelt schon mal im Vorfeld die Größen etc. bitte in die 2 Folie eintragen


Wagenbau.
Wir sollten nicht allzu lange damit warten, da die Anzahl der wagenbauenden Männer in unserer Gruppe stark reduziert ist.
Wir haben hier bald ein Verhältnis wie unsere Mitbürger über 80 Jahre.....



*****Ende der eMail

Im Laden



Nach diesem Wort wurde dann zum Karnevalswiertz gefahren, wo sich die Gruppe erste einmal unplanmässig trennte. Eigentlich ging ich davon aus, dass wir nicht zum IKEA frühstücken gehen wollten, da einige noch Folgeterminen hatten.



Nach ca. 1 h waren dann alle im Karnevalswiertz und hier zeigte sich wieder der pragmatische Eifler Ansatz oder wie drückte es Konrad Adenauer aus: "Was schert mich mein Geschwätz von gestern!" und das bereits abgestimmte Kostüm war Schnee von gestern.







Nach diversen Modenschauen und etlichen Telefonaten mit den Daheimgebliebenen

(Wofür Größen etc angeben, die Verkäufer in Köln mögen so klare Angaben, wie:
* Wir brauchen genau 17- 25 Kostüme,
* 8 mal Größe 48 oder 52
* und ähnliche präzise Auskünfte .....)



hatten wir dann doch endlich unser Kostüm.





....und dann soll noch einer sagen, Karneval wäre Spass!!!!!

Montag, 4. Januar 2010

Silvester in der Eifel

Aufgrund der familiären Situation unserer Gruppe in der Vergangenheit (kleinere Kinder) feierten wir in den letzten Jahren reihum im Bekanntenkreis und haben das auch jetzt beibehalten, obwohl die Kinder schön größer sind.

Da nicht nur das Handynetz am Jahreswechsel zusammenbricht, sondern auch die Taxen in der Silvesternacht Mangelware sind, hat sich auch bei uns eingebürgert, dass man auch dort übernachtet, wo man feiert: und diesmal waren wir dran....



Das Schlafproblem ist mit ausreichender Planung ohne weiteres zu lösen:


Jannis hatte ca. 20 Minuten mit seiner Klassenkameradin Johanna diskutiert, dass die Jungs doch besser alleine schlafen würden (Die Einstellung wird sich sicherlich auch noch ändern, aber so war das Ergebnis ein von der Jungengruppe hochanerkannter Verhandlungserfolg unseres Jüngsten.)


Nachmittags wurde dann die Logistik gemeistert (Ankarren der Federbetten, Kissen und Matratzen), der offizielle Teil begann (oder wie heisst das sonst so bei Großveranstaltungen: Einlaß) um 18.00 Uhr und so ab 18.30 Uhr trudelten peu-a-peu die Gäste ein.



Der Abend verlief so lustig und laut wie immer. Man sinierte beim Mäxchen-Spielen darüber, dass beim letzten runden Jahreswechsel bekanntlich die Welt zugrunde gehen sollte und diesmal hätten wir uns eigentlich wesentlich mehr Gedanken um den Fortbestand der Sippe machen müssen: Ich hatte noch uralten "Both Silber" gefunden (Der "Nachbau" von heute hat nichts mehr damit zu tun!). Ein Schnaps für richtige Kerle und Kerlinnen. Dagegen ist Heffe was für Warmduscher. Yvonne vertritt die sicher nicht abwegige These, dass der benzolartige Nachgeschmack daher kommt, dass das Gesöff ursprünglich als V2-Brennstoff konzipiert worden wäre...



Die ältere Nachbarschaft würdigte auf jeden Fall beim traditionellen Anstossen zum Jahreswechsel das Getränk. O-Ton Herr Berens: wie früher!!!!! Damit waren meine Zweifel vom Tisch, dass ich doch nicht aus Versehen die Verdünnung erwischt hatte, die in jedem Eifler Keller in einer nicht kindergesicherten zweckentfremdeten Flasche aufbewahrt wurde!

video

Nach dem traditionellen Böllern konnte sich wieder den wichtigen Dingen des Abends gewidmet werden.



Danach hatten die Strategen den Projektor aktiviert, konnten gerade noch daran gehindert werden, den Weihnachtbaum zu fällen (freie Sicht für freie Bürger!) und Peter war in seinem Element:

Neben seinen DVDs war die ZDF-Kult-Nacht pausendfüllend bis halb sechs....