Sonntag, 26. August 2012

"Guido allein zu Haus" oder Die Möhnenwanderung

Es könnte alles so schön sein.

Die Kinder sind mit den Messdienern in einen holländischen Freizeitpark hinter der deutsch-holländischen Grenze: Toverland und die beste Ehefrau von allen ist ab nachmittags auf Möhnenwanderung.

Eigentlich der richtige Moment, um die Kinderlosigkeit mit ruhigem Frühstücken und so zu verbringen.

Leider ist einem von Anfang an klar: An solchen Tagen hat man keine Ruhe.

Das Telefon (oder besser die Telefone) sind in Gebrauch, wie man es sonst nur in Filmen wie "Wallstreet" oder den historischen Aufnahmen vom Krisenstab der Hamburger Flut oder Mogadischu kennt.

Minütlich werden die neusten Wetterberichte, Erdbebenwarnungen oder Naturkatastrophen durchgegeben und kommentiert. Wer das in den Schaltzentralen der Möhnenvorstände mal live mitbekommen hat, langweiligt sich bei Katastrophenfilmen der Hollywooder Traumfabrik.

Ein Telefon ist nur für An- und Abmeldungen reserviert.

Panisch wird jeder Zugang oder Abgang auf die Nahrungsrationen der Wanderung hochgerechnet. Im Langfigtal ist man ja bekanntlich genauso abgeschieden, wie auf einer 3 jährigen Marsexpedition:
Was dann fehlt, kann das ganze Unternehmen gefährden!

So gegen 14:00 Uhr entschwindet dann eine sehr angespannte Ehefrau (aber ich denke, das ist in Ahrbrück dann in allen Haushalten so)zu den anderen Möhnen.

Wer glaubt, dass jetzt Ruhe einkehrt, irrt gewaltig.

Im turnusmässigen Wechsel haben nämlich die Männer die Versorgung der Wandergruppe zu sicherstellen.

Nach einem genauen Zeitplan ist nämlich ein Zusammentreffen des Servicefahrzeuges mit der Wandertruppe eingetaktet.

Aber zurück zu den Vorbereitungen: Hier laufen mittlerweile 2 Kaffeemaschinen nonstop, um die Pumpkannen zu füllen. Möhnentypisch muss es nämlich unterwegs Kaffee und Kuchen geben.

Kurz vor Abfahrt nochmals gecheckt, ob Nachzügler mitgeholt werden kann und dann kann der vollgeräumte Zafira starten.

Pünktlich den vereinbarten Treffpunkt erreicht, die Sachen vorbereitet und jetzt nur noch auf die Wandertruppe warten.

Ich weiß ja:
* Ihr geht nicht, um Gewaltmärsche zu machen!
* Man will sich auch noch unterwegs unterhalten.
* Es müssen genügend Pausen gemacht werden.
* man muss Rücksicht auf die älteren Mitglieder der Gruppe nehmen.
* man muss Rücksicht auf die Wanderer mit Fußleiden nehmen.
* man muss an die mit "Rücken" denken.
aber auch der geneigte Betrachter hat beim Erscheinen der Ersten der Gruppe nur eine Befürchtigung:
Hoffentlich hat die Gruppe die Plattentektonik nicht verkehrt berechnet, sonst driften wir auseinander und die Gruppe wird nie den Servicepunkt erreichen.

Aber bisher ist es immer gut gegangen:
Gestärkt kann dann nach einer kurzen Pause die nächste, strapaziöse Etappe der Reise angegangen werden.

Bilder gibts hier!

P.S: Wir müssen die Checkliste beim nächsten mal um den Punkt: Dixie-Klo erweitern.

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