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- Aggressive Raubtiere: Die wahre Geschichte hinter der Wende in der Wolfspolitik
Die wahre Geschichte hinter der Wende in der Wolfspolitik
Jahrzehntelang behaupteten grüne NGOs und Brüsseler Bürokraten, die explosionsartige Ausbreitung des Wolfs sei gut fürs Klima – und ungefährlich für Kinder. Dass der Bund das Raubtier nun endlich zum Abschuss freigibt, hat mit Ursula von der Leyens Pony zu tun.
Ein Irrglauben, der im ländlichen Raum lange kursierte, lautet etwa so: „Erst wenn das erste Kleinkind von einem Wolf auf dem Weg in den Waldkindergarten angegriffen wird, schwenken die Medien ein – und die Politik kommt zur Vernunft.“
Dass dies ein Trugschluss ist, zeigte sich im Sommer 2025, als ein niederländisches Elternpaar bei einem Waldspaziergang bei Utrecht um ein Haar ihr Kind an einen hungrigen Wolf verlor – und in Deutschland kaum ein Hahn danach krähte. Den in der Wolle grün gefärbten Umweltressorts von A wie ARD bis Z wie ZDF war der Vorfall kaum eine Meldung wert. Dass da ein sechsjähriger Knirps zwei Autostunden vom Ruhrgebiet entfernt von einem zentnerschweren Wolfsrüden in einen Busch gezerrt wurde; dass das Tier ihm schwere Bisswunden an Achsel, Brust, Rücken und Gesicht zufügte; dass es sich nur durch verzweifelte Stockhiebe zweier Spaziergänger vertrieben ließ; all das wurde journalistisch genauso beharrlich bagatellisiert, wie jede Einordnung dieses Zäsur-Ereignisses fehlte.
Denn hier war passiert, was laut grünem „NGO-Komplex“ nie hätte passieren dürfen.
Eineinhalb Jahrzehnte lang hatten sich auf dem Land lebende Niedersachsen, Brandenburger, Westfalen, Hessen, Rheinländer, Bayern oder Sachsen in ihren gebührenfinanzierten Lokalsendern Woche für Woche ansehen und anhören müssen, dass Wölfe angeblich gut fürs Klima sind – und kleine Kinder nicht mit kleinen Frischlingen verwechseln. Warum all diese armen Leute jetzt unnötig beunruhigen?
4000 zerfetzte Rinder, Schafe, Pferde und Ziegen
Weshalb in Gottes Namen also die ebenfalls für Realitätsflucht berüchtigte Bundesregierung jetzt einen Gesetzentwurf vorgelegt hat, der ab Juli 2026 die Bejagung des Wolfs in ganz Deutschland ermöglichen soll, bedarf einer tiefer gehenden Analyse. Sind der hölzerne Alois Rainer (Landwirtschaftsminister, CSU) und der farblose Carsten Schneider (Umweltminister, SPD) etwa von allein zu der Einsicht gelangt, dass sich unsere mittlerweile weltweit höchste Wolfsdichte kaum noch von selbst reduzieren wird? Eher unwahrscheinlich.
Auslöser war wohl ein anderer Vorfall, der medial ebenfalls kaum Beachtung fand – und doch tektonische Wirkung entfaltete. In einer dunklen Septembernacht 2022 schlich Problemwolf „GW950“ um einen Paddock in Beinhorn, nahe Hannover. Dort erblickte er ein altes Pony. Und weil so ein hungriger Lupus sich weder für Gefühle noch für Politik interessiert, traf er eine folgenreiche Entscheidung – und biss dem armen Pony die Kehle durch. Es hieß Dolly.
An sich gehören solche Nutztierrisse zwischen Cuxhaven und der Zugspitze längst zum traurigen Alltag. Über 4000 zerfetzte Rinder, Mutterkühe, Kälber, Schafe, Pferde und Ziegen fanden Deutschlands Tierhalter im letzten Jahr auf ihren Weiden. Die Zahl hat sich in den letzten zehn Jahren ebenso verzehnfacht, wie die Anzahl der Wölfe und die Kosten für Herdenschutz, der inzwischen über 100 Millionen Euro Steuergeld vernichtet hat.
All die verzweifelten Bauernproteste, Fackelmärsche und sinnlosen Dorfgemeinschaftssitzungen der letzten Dekade stießen in Brüssel samt und sonders auf taube Ohren. Dort wachten entkoppelte Bürokraten mit Argusaugen über ihre heiligen FFH-Richtlinien und den höchstmöglichen Schutzstatus eines Raubtieres, das in Europa eigentlich nie bedroht war. Es war erst jener graue Morgen im noch graueren Hannover, der die Wende brachte. Als die erschütterten Tierhalter von Beinhorn Dollys Leichnam auf ihrer Weide entdeckten, änderte sich plötzlich alles. Denn Dolly war nicht irgendein Nutztier, sondern das Lieblingspony von Ursula von der Leyen, der mächtigsten Politikerin Europas
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